Quinta das Vinhas Landhotel in mitten eines Weinbergs

Quinta das Vinhas - Landhotel mit Häusern

4-Sterne-Hotel ★ ★ ★ ★ — Region: Calheta => Stadt: Estreito da Calheta => Zentrum
Agro Turismo mitten im Weinberg
Zwischen Weinreben in Estreito da Calheta verbindet Quinta das Vinhas ein historisches Haupthaus mit kleinen Unterkünften im Grünen. Gärten, zwei Pools und der Blick über die Südwestküste machen die Quinta zum Ausgangspunkt für ruhige Inseltage.
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Als Fotograf und Berichterstatter auf Madeira stelle ich Hotels und Resorts nicht nur nach Sternen und Ausstattung vor, sondern mit Blick auf ihre Lage, Architektur, Atmosphäre und den besonderen Charakter des Hauses.

Urlaub im Weinberg über Calheta

Quinta das Vinhas in der Region Calheta auf Madeira mit Weiblick
Bei der Quinta das Vinhas in Estreito da Calheta beginnt die Versuchung bereits vor dem ersten Glas Wein. Natursteinhäuser mit roten Türen, schmale Gartenwege, Weinreben und dahinter dieser großzügig ausgelegte Atlantik: Als Fotograf auf Madeira finde ich hier ausgesprochen viele Gründe, für ein paar Meter erstaunlich lange zu brauchen. Wer mit mir unterwegs ist, darf sich inzwischen schon einmal einen schönen Sitzplatz suchen.

Die Quinta das Vinhas liegt an einem nach Süden ausgerichteten Hang oberhalb von Calheta und verbindet Agrotourismus auf Madeira mit dem Charme eines historischen Landguts. Das Herrenhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Eigentümerfamilie ließ es restaurieren und empfing 1997 die ersten Urlaubsgäste. Damit bekam das Familienerbe eine neue Aufgabe: Menschen beherbergen, die zwischen Garten und Weinberg ein wenig Abstand vom Alltag gewinnen wollen.

Im Herrenhaus befinden sich sechs individuell eingerichtete Gästezimmer; drei weitere liegen im Nebengebäude im oberen Teil des Anwesens. Je nach Zimmer schaut man in den Garten, über die Reben oder bis zum Meer. Die Erdgeschosszimmer des Haupthauses bieten direkten Zugang zur Terrasse und zum anschließenden Poolbereich. Beim Buchen lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Zimmerlage – schließlich soll die Aussicht auch zu den eigenen Urlaubsvorstellungen passen.

Über das Hanggelände verteilen sich außerdem kleine Steinhäuser, die später als zusätzliche Unterkünfte entstanden. Mit ihren Ziegeldächern, hellen Fensterrahmen und begrünten Sitzplätzen fügen sie sich wunderbar in das Anwesen ein. Die Apartment-Suiten bieten einen separaten Wohnbereich, eine Küchenzeile, einen Kamin und einen eigenen Platz im Freien. Das ergibt ziemlich verlockende Möglichkeiten: morgens selbst einen Kaffee kochen, vor der Tür sitzen und erst einmal prüfen, ob der Atlantik noch an seinem Platz liegt.

Zwei Außenpools gehören zur Quinta: einer beim Herrenhaus, ein weiterer weiter unten zwischen den Cottages. Dazwischen liegen Gärten, Natursteinmauern und Wege, auf denen sich immer wieder neue Perspektiven öffnen. Besonders schön finde ich das Zusammenspiel aus den dunklen Steinfassaden, den warmen Dachfarben und dem Blau des Meeres. Meine Kamera bekommt hier ordentlich Beschäftigung. Ich selbst könnte mich durchaus mit einer Liege arrangieren.

Auch der Weinberg verdient Aufmerksamkeit. Das Madeira-Weininstitut nutzte die Flächen über viele Jahre als Versuchsanlage. Daraus ist eine Sammlung mit mehr als 70 Rebsorten entstanden – eine Art botanisches Weinarchiv unter freiem Himmel. Seit 2018 bewirtschaftet die Quinta den Weinberg selbst und verfolgt dabei biologische Methoden nach biodynamischen Prinzipien. Bei angebotenen Weinbergführungen mit Verkostung lässt sich dieser Teil Madeiras näher kennenlernen. Eine Weiterbildung, deren praktischen Teil ich ausgesprochen nachvollziehbar finde.
Zum Anwesen gehört das öffentlich zugängliche Restaurant Bago im oberen Teil der Quinta. „Bago“ bezeichnet hier passend die Weinbeere. Auf der Terrasse sitzt man unter einem Blätterdach aus Reben und schaut über den Weinberg hinunter Richtung Calheta, Küste und Bucht. Das ist einer dieser Plätze, an denen der Blick regelmäßig vom Teller abwandert. Die Küche verbindet lokale Anklänge mit internationalen Ideen und bietet Gerichte mit Fisch und Fleisch sowie vegetarische Optionen. Wegen der überschaubaren Größe empfiehlt sich eine Tischreservierung.
Restaurant Bagos mit Ausblick auf die
Abendrestaurant "Bago" mit Terrasse und zusätzlichem Nachmittagsangebot
Im Glas kann dazu Fanal landen: ein Bio-Weißwein aus Verdelho-Trauben der Quinta das Vinhas, entstanden gemeinsam mit dem traditionsreichen Weinhaus Justino’s. Er wurde 2023 erstmals vorgestellt. Wer wissen will, wie der Weinberg vor der eigenen Nase schmeckt, hat hier eine ausgesprochen bequeme Gelegenheit dazu. Die Reben liefern gewissermaßen die Landschaft zum Wein gleich mit.

Für Ausflüge würde ich einen Mietwagen einplanen. Calhetas Küste liegt laut Hotel nur wenige Fahrminuten entfernt; auch Jardim do Mar lässt sich gut erreichen. Auf dem Anwesen selbst gehören Steigungen, gepflasterte Wege und Stufen zur Hanglage. Wer schlecht zu Fuß ist, sollte die Lage seiner Unterkunft und die Wege zu Frühstück, Restaurant und Pool vorher besprechen. Mein persönliches Sportprogramm wäre mit dem Weg vom Cottage zum Abendessen vermutlich bereits angemessen ausgefüllt.

Bei der Reisezeit lohnt sich ein wenig Augenmaß. Der Weinberg liegt gut 300 Meter über dem Meer. Auch an Madeiras milder Südwestküste können Winterabende hier frisch und feucht ausfallen. Für einen Urlaub mit viel Terrasse und ausgedehnten Poolpausen würde ich persönlich die wärmere Jahreszeit bevorzugen.

Wer im Winter zum Wandern, Erkunden und Genießen kommt, kann die Quinta ebenfalls in Betracht ziehen; die Heizmöglichkeiten der gewählten Unterkunft würde ich dabei vorab klären. Eine warme Jacke darf mitreisen. Sie lässt sich bei Sonnenschein schließlich wesentlich leichter ausziehen als bei kühlem Wind herbeiwünschen.
Hier ist der Madeira Urlaub in der Quinta das Vinhas buchbar:

Madeira mit eigenen Augen erleben

Als Fotograf auf Madeira will ich mit meinen Bildern und Berichten die schönen Orte der Blumeninsel Madeira aufzeigen. Auch ist mir wichtig, besondere Menschen, ausgefallene Landschaften und schöne Erlebnisse Madeira Interessierten näher bringen, die diese Insel für mich so einzigartig und liebenswert machen!

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Fotograf auf Madeira und Herausgeber
Stefan Kapust
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